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Tag "soul"

Oddissees neuster Streich People Hear What They See gehört mit Sicherheit zu den wichtigeren und unbedingt wiederhörbaren Werken gegenwärtigen Sprechgesangs in 2012. Um so erfreulicher das Schwiegermutters Liebling sich anlässlich seines aktuellen Albums auf eine ausgiebige Europatour begibt. Wie es klingt, wenn das Aushängeschild der an guten Releases nicht abreißenden Mello Music Group am Mic sein Bestes gibt, erfährt man im angeführten Videobeweis. Der Herbst kommt kann kommen, kein Zweifel.

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ODDISSEE + Live Band at CBE
18.09.2012 // 20:00Uhr
AK 12€

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Da ist er. Was ein Abriss. Keine weiteren Worte.

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02. Oktober / Köln @ Club Bahnhof Ehrenfeld
04. Oktober / Berlin @ Festsaal Kreuzberg


Scheiße, wenn die Alten sagen, dass früher alles besser war.
Scheiße, dass früher alles besser war.

Scheiße, wenn man den Unique Club nur aus Büchern und das MOJO nur vom Hörensagen kennt.

Scheiße, dass man früher vier Stunden durch Niedersächsische-Niederungen gebummelt ist.
Scheiße, dass der ICE von Köln nach Hamburg genauso lange braucht.

Scheiße geil, dass das MOJO zurück ist.
Scheiße, dass man dafür die MOPO verlinken muss.

Scheinbar scheiße, dass Hamburger-Investoren zunehmend den Verstand verlieren.
Scheiße, dass Köln keine hat.

Scheiße gut, dass bei Ansicht der Bookings alles beim Alten bleibt (siehe einleitenden Absatz).

Scheiße, wenn man keinen Swagger hat.

Scheiß egal. At least I got my MOJO back.

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Neueröffnung MOJO Club Hamburg / Reeperbahn 1 // Herbst 2012

17. Oktober // Lee Fields & The Expressions
24. Oktober // Ursula Rucker
27. Oktober // General Elektriks
01. November // Ebo Taylor & Afrobeat Acadamy
21. November // Nicole Willis & The Soul Investigators

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Am 28. September stellt Steven Ellison alias Flying Lotus seinen neuen Opus “Until the Quiet Comes” auf die Regalbretter, die unsereiner sein Taschengeld bedeuten. Als ersten Vorgeschmack eröffnet die Grand Dame Obscura Erykah Badu den magischen Reigen synkopischer Klänge und Versatzstücke, die die zwanghafte Genreverortung des Musikjournalisten gewohnt alt aussehen lässt. Ich meine mir einzubilden es gäbe ein Video. (Liebe GEMA, fünf Finger an der Hand. Bitte wählen Sie.) Alternativ empfehlen wir einen VIP-Platz im hauseigenen Kopfkino. In diesem Sinne, danke Sommer. Der Herbst des Lebens kann kommen.

Flying Lotus on Tour im November

05.11. Leipzig / Conne Island
08.11. Berlin / Gretchen

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Weder der hier vertretbare Rahmen noch mein redaktioneller Duktus würden einer gebührenden Würdigung des Mannes Don Cornelius in seiner Rolle als einer der ersten schwarzen Entertainer im amerikanischen Fernsehen annähernd gerecht werden. Mit seinem ‘Soul Train’ fuhr der in Chicago gebürtige Moderator zu Beginn der 70er in die Wohnzimmer einer von Rassen- wie Klassenunterschiedenen tiefsitzend geprägten Bevölkerung, deren Weltbild sich weiterhin im Maximalkontrast von schwarz und weiß manifestierte. Musik war seine Botschaft, die ausdrucksstärksten Tänzer der Jugend aus L.A. seine Fahnenträger. Den kulturellen und emanzipatorischen Stellenwert der Sendung ‘Soul Train’ rückwirkend zu bemessen, erscheint aus heutiger, wie europäischer Sicht als schier vermessen und nicht möglich. Am vergangenen Mittwoch, den 01. Februar nahm sich Don Cornelius im Alter von 75 Jahren das Leben. Was bleibt, ist die Musik. We are still on the hippest trip.

(Die Dokumentation, die ich an dieser Stelle bringen wollte, ist leider nicht länger frei verfügbar. Also sucht selbst, es lohnt sich.)

www.soultrain.com
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Da ist was am köcheln: Vor dem öffentlichen und streng limitierten “Only in Store” Verkaufsstart (ich weiß, Ihr braucht das) am 01. März im Keller des Kölner Groove Attack, erschien, erscheinte, erschossen heute gen Mittag ein erstes Snippet der anstehenden Noodles EP. Flo und Twit begaben sich in die hauseigene Beatschmiede und heraus kommt ein handgemachtes, handdesigntes und selbstbeklebtes Amuse-Gueule überwiegend instrumentaler Natur. Nicht nur für den Connaisseur ein Muss. Der Rest kann weiter Zwieback hamstern. Damit genug der Plattitüden. Sag es mit Musik.


Diesen Donnerstag ist bundesweiter Kinostart der Dokumentation The Black Power Mixtape 1967-1975 des Regisseurs Göran Hugo Olsson. Der Film basiert auf über 30 Jahre altem Material, das eine Delegation schwedischer Filmemacher Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre anlässlich der US-amerkanischen Black Power Bewegung auf Kamera festhielt. Nach staubig-kalten Jahren in skandinavischen Filmarchiven, hat Crate Digger Olsson eine wahren Schatz zu Tage gefördert. Sein filmisches Mixtape offenbart eine Zusammenstellung originaler Interviews der führenden Köpfe des Black Power Movements und privater Einblicke in den oftmals hanebüchenen Alltag einer unterdrückten, schwarzen Bevölkerung. Für den Glamour-Anstrich sorgen O-Töne von Erykah Badu, über Harry Belafonte bis hin zu Ahmir ‘Questlove’ Thompson. artschoolvets schreibt, dass sei spannend und emotional. TV Spielfilm summiert einen spannenden Report, der sich durch teils unheimliche Aktualität auszeichne. Der Express hat den Film nicht gesehen – Genau wie meine Wenigkeit. Ich werde das in den kommenden Tage nachholen. Es folgen weitere Details und Trailer:

The Black Power Mixtape 1967-1975 / Filmpalette Köln ab dem 15. Dezember / Termine hier.

weitere Infos hier.

Erneut ein ergreifender Moment bildbewegter und bewegender Musikgeschichte. Am gestrigen Spätabend begab sich arte auf die reise “durch die nacht mit..” US Soul-Sängerin Sharon Jones und ihrem nicht minder genialem Konterpart Charles Bradley. Zwei Ausnahmepersönlichkeiten im gestandenen Musikeralter mit dem Seelenschmerz in Stimme und Ausstrahlung. Für den zugeneigten Hörer eine auch visuelle Reise in die schweißtreibende Welt des Soul. Zu sehen online bis nächsten Montag. Viel Liebe und Freude damit.

Gestern bin ich dann doch in der Tat auch mal live dabei gewesen und berichte sozusagen aus erster Hand und meine erste Reihe von den abendlichen Geschehnissen. Nett war es. Aber ihr kennt ja die Poesiealbum Blümelei: Bilder sagen mehr als tausend Worte. In diesem Sinne. Lauschet der Bilder und let there be Soul.

Ob ich es in meinem Leben noch mal zum Baltic Soul Weekender schaffe, wissen in der Tat nur die Götter des Soul. Das etwas besondere Festival am Weissenhäuser Strand erfreut sich einer solchen Beliebtheit, dass man am besten gleich am Tag der Veranstaltung sein Ticket für das nächste Jahr dingfest macht. Wider Erwarten sind für die sechste Auflage des Soul Weekender an den hoffentlich frühlingshaft-stürmischen Gewässern der Ostsee tatsächlich noch vereinzelte Tickets abzugreifen. Wer also Ende April kommenden Jahres noch nichts vor hat, der sollte jetzt schleunigst zuschlagen. Heute wurde das vermeintlich finale Line-Up veröffentlicht. Bei Namen wie Omar, The Supremes (mit oder ohne Diana Ross?!), Osaka Monaurail lohnt sich jeder Blindkauf – Die stilechte Unterbringung inklusive.

www.baltic-soul.de